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Auch private Krankenversicherungen übernehmen i.d.R. die Kosten (gemischte Krankenanstalt).

KOPFSCHMERZEN und SCHMERZMITTEL
Kopfschmerzen durch Schmerzmittel, schmerzmittelbedingte, schmerzmittelinduzierte Kopfschmerzen
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Die Tatsache, daß Schmerzmittel Kopfschmerzen auslösen können, klingt zugegebenermaßen zunächst paradox, werden doch Schmerzmittel eingenommen, um Kopfschmerzen zu bekämpfen.

Was sind Schmerzmittel kopfschmerzen ?

Durch Schmerzmittel können 2 verschiedenen Krankheitsbilder entstehen: Zum ersten Kopfschmerzen, die bei einer längerfristigen bzw. dauerhaften Einnahme von Analgetika (= Schmerzmittel) auftritt, zum anderen Kopfschmerzen, die nach dem Absetzen einer Schmerzmittel -Dauermedikation (= Dauereinnahme) entsteht.
Die erste Form tritt zwei bis drei Stunden nach der Einnahme, also noch während der Wirkdauer, auf, die zweite Form nach dem totalen Absetzen der
Schmerzmittel, hält meist zwischen 3 und 10 Tage an und stellt ein großes Problem beim ambulanten Schmerzmittelentzug dar. Diese schmerzmittelinduzierte n Kopfschmerzen werden auch als Analgetika -En tzugs kopfschmerzen oder einfach Entzugskopfschmerzen bezeichnet. Meist bestehen vegetative Begleitsymptome wie Schwindel, Übelkeit, Schlaflosigkeit, aber auch innere Unruhe.

Die Diagnose Schmerzmittel kopfschmerzen ist für auch einen Arzt sehr schwierig festzustellen. Es ist zu bedenken, daß sich hinter der Diagnose "Schmerzmittel kopfschmerzen" auch eine Migräne, Kopfschmerzen vom Spannungstyp oder sogar ein Kombinationskopfschmerz verbergen können.

Wie kommen schmerzmittelinduzierte Kopfschmerzen zustande ?

Kop fschmerzpatienten, die regelmäßig Analgetika einnehmen, können in einen Teufelskreis hineingeraten, solange sie nicht den Auslöser ihrer Schmerzen kennen. Die Schmerzen führen dazu, dass der Patient zu Sch merzmitteln greift und dann die Dosis erhöht, weil die Schmerzen nicht nachlassen. Auch aus Angst vor weiteren Schmerzattacken und/oder Arbeitsunfähigkeit betreiben Kop fschmerzpatienten unwissentlich einen "Schmerzmittel missbrauch" und entwickeln ein Suchtverhalten, was jedoch die Schmerzen in diesem Fall steigert und zu einem Dauerschmerz führt. Chronisch werden die Schmerzen nach täglicher Einnahme einer Substanz über mindestens drei Monate hinweg.

Schmerzmittel, die besonders im Verdacht stehen, bei übermäßiger Einnahme zu weiteren Kopfschmerzen zu führen, sind Präparate, die Coffein, Phenacetin oder auch Ergotamin enthalten. Auch Kombinationspräparate, also Mittel, die mehrere analgetische Wirkstoffe enthalten, bzw. das Kombinieren mehrerer, meist frei verkäuflicher Schmerzmedikamente, stehen im Verdacht, schmerzmittelinduzierte Kopfschmerzen hervorzurufen.
Die sog. kritische kumulative Wochendosis (= Menge die sich in einer Woche anhäuft), bei deren Überschreiten die Ausbildung von durch Medikamente hervorgerufene Kopfschmerzen droht, beträgt für Koffein 340 mg, Barbiturate 210 mg, Paracetamol 1875 mg, Pyrazolonderivate 1025 mg, Codein 60 mg und für ASS (= bekannt als Aspirin) 1750 mg (Diener 1993).

Analgetika (= Schmerzmittel) sollten generell höchstens sieben- bis zehnmal im Monat und höchstens drei Tage hintereinander eingenommen werden.

Therapie der Schmerzmittel kopfschmerzen

Sehr wichtig ist, daß der behandelnde Arzt dem Patienten den Zusammenhang zwischen Schmerzen und Schmerzmittel n deutlich macht, schon allein um einer möglichen Wiederholung vorzubeugen. Versuche, im ambulanten Umfeld die Dosis der eingenommenen Analgetika langsam kontinuierlich zu reduzieren, schlagen regelmäßig fehl und führen zu einer beiderseitigen (Arzt und Patient) Frustration.

Die erfolgreichste Therapie besteht in einem sofortigen Absetzen der ursächlichen Schmerzmittel. Die Behandlung der nunmehr eintretenden Entzugskopfschmerzen darf nicht systemisch (= den ganzen Körper betreffend) medikamentös sondern muß mit anderen Methoden erfolgen, denn es macht ja wenig Sinn, in dieser Situation wieder auf (andere) Schmerzmittel zurückzugreifen.

Da der Entzugskopfschmerz nur 3 - 10 Tage auftritt (es gibt keinen länger anhaltenden En tzugskop fschmerz) erfordert diese Phase intensive ärztliche Interventionen, wie sie regelmäßig ambulant nicht erbracht werden können sondern nur stationär.

Als alternative Behandlung eignet sich bei Schmerzmittel kopfschmerzen bzw. Entzugskopfschmerzen in besonderem Maße die wiederholte, in der Entzugsphase (3 bis 10 Tage) 2 bis 3 mal tägliche Verabreichung von lang wirkenden Lokalanästhetika (z.B. Bupivacain) (= örtliches Betäubungsmittel) in Form der therapeutischen Lokalanästhesie (Infiltrationen des Schmerzbereichs, Blockaden der den Kop f versorgenden Nerven an ihren Austrittsstellen).
Parallel zum Entzug verordnen wir zur Abschirmung möglicherweise auftretender vegetativer Entzugserscheinungen (z.B. innere Unruhe, Zittrigkeit, Schwitzen) Trimipramin, initial i.v.
(= in die Blutader). Dabei hat sich folgendes Dosierungsschema bewährt: Basismedikation 100mg/d abends oral (= Tropfen, Tabletten); zusätzlich als Infusion (z.B. in 500ml NaCl 0,9%) am ersten Tag 25mg, am zweiten Tag 50mg, am dritten Tag 75mg, am vierten Tag 50mg und am fünften Tag wieder 25mg.
Nicht selten besteht gleichzeitig auch ein Benzodiazepin-Abusus
(= Beruhigungsmittel-Mi ßbrauch). Auch diese potentiell suchterzeugende Substanz wird langsam ausschleichend abgesetzt. Eine diesbezügliche Entzugssymptomatik kann mit Carbamazepin (= Mittel gegen die Fallsucht, aber auch bei Schmerzmittelen tzug hilfreich) oder Valproinsäure behandelt werden (Apelt et al. 1992).

Bei konsequenter Durchführung dieser Behandlung gelingt der Entzug und damit das Sistieren (= Aufhören) der schmerzmittelbedingte n Kopfschmerzen in über 90% der Fälle.

Laut den Ausführungen des Bundesministeriums für Gesundheit haben seit dem 1.4.2007 alle Versicherte (also auch ältere Patienten) einer gesetzlichen Krankenkasse einen Rechtsanspruch auf eine Rehabilitation und können sich ihre Rehabilitationseinrichtung sogar selbst aussuchen. Quelle: Web-Seite der Bundesregierung und Brief des Bundesgesundheitsministeriums an die Sozialministerien der Länder als Aufsichtsbehörde der gesetzlichen Krankenkassen. Dieses Wahlrecht wurde mittlerweile auch durch Urteile von Landessozialgerichten bestätigt: Baden-Württemberg (Az: L 4 KR 2071/05) und Hessen ((Az.: L 1 KR 2/05: Gewährt eine Krankenkasse einem Versicherten einen Aufenthalt in einer Reha-Klinik, so ist sie dazu verpflichtet, die Wünsche des Versicherten in Bezug auf die Einrichtung zu berücksichtigen (eine Revision gegen diese Entscheidung ließ das Gericht gar nicht erst zu)).

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Aktualisiert:>20.12.2008</>
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